Weil die schöne Rosalie am preußischen Hof unerwünscht war, baute Prinz Albrecht von Preußen einen Wohnsitz am Dresdner Elbhang. Der Prinz hatte sich von seiner Frau Marianne von Oranien-Nassau scheiden lassen und deren Hofdame Rosalie von Rauch geheiratet: nicht standesgemäß, denn Rosalie war „nur“ die Tochter des preußischen Kriegsministers Gustav von Rauch.
Regelmäßig verleiht unser Presseclub seinen Erich-Kästner-Preis im Kronensaal von Schloss Albrechtsberg. Nun gewährte uns Messechef Ulrich Finger einen Blick hinter die Kulissen und gab uns bei einem angenehmen Abend viele Informationen zum Schloss.
Der Clubabend über BloggerInnen und InfluencerInnen im Co-Working-SpaceImpact Hub auf der Trompeterstraße kam bei den Mitgliedern super an
Umfragen unter den Mitgliedern fördern manchmal sehr interessante Themen zutage. So geschehen bei der letzten Mitgliederversammlung, als unser Clubmitglied Karla Kallauch vorschlug, einmal die Szene der BloggerInnen und InfluencerInnen (Content Creator) bei einem Clubabend zu beleuchten. Als Pressesprecherin der Dresden Marketing Gesellschaft (DMG) hatte sie bereits häufig mit diesem Thema zu tun und unter anderem Reiseblogger auf einer Pressereise im Sächsischen Elbland betreut („unterscheidet sich teilweise erheblich von Reisen mit Journalisten“). Dankenswerter Weise ergriff Karla Kallauch auch die Initiative, solch einen Clubabend zu organisieren und zu moderieren und setzte die Idee am 1. März zusammen mit spannenden Gästen um.
Andreas Weller (links) und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (rechts) // Foto: Roland Fröhlich
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert wirkt meist so, als sei er die Ruhe in Person. Diesen Eindruck vermittelte er auch beim Besuch im Dresdner Presseclub am 23. Januar 2023, der diesmal im Dresden 1900 stattfand.
Seit dem Sommer waren vier Versuche gescheitert, neue Fachbürgermeister zu wählen. Nun sollte wenige Tage nach dem Clubabend die lange Hängepartie beendet werden. Am Nachmittag zuvor hatte eine Mehrheit im Ausschuss für Allgemeine Verwaltung dafür gestimmt, dass es künftig nur noch sechs statt sieben Beigeordnete oder Fachbürgermeister geben soll. Das war ein Hinweis dafür, dass den Empfehlungen der beiden Mediatoren gefolgt werden könnte.
Beim letzten Clubabend 2022 ging es um den Gerstensaft in vielen Facetten
Thomas Gläser (rechts) vom Sächsischen Brauerbund und Hendrik Wagner (Mitte) von der Radeberger Exportbierbrauerei gaben spannende Einblicke in ihre Branche. Sabine Mutschke (links) moderierte den Abend. // Foto: Christina Flume
Mal ehrlich: Bier ist doch so ein Thema, bei dem jeder irgendwie mitreden kann. Doch schaut man etwas tiefer, offenbaren sich spannende Details, die man so nicht erwartet hätte. Wer hätte gewusst, dass nur 39 Prozent der Bierflaschen in Deutschland im heimischen Wohnzimmer geöffnet werden und 61 Prozent des Umsatzes „unterwegs“ verbucht werden? Oder dass der Anteil von alkoholfreiem Bier 2022 in Deutschland gerade mal 8,4 Prozent beträgt? Dass der Sächsische Finanzminister jedes Jahr rund 65 Millionen Biersteuer einplanen kann?
Beim letzten Clubabend des Jahres waren gleich zwei Experten zum Thema Bier zu Gast – der Geschäftsführer des Sächsischen Brauerbundes Thomas Gläser und Hendrik Wagner, Pressesprecher der Radeberger Exportbierbrauerei. Im Gespräch mit Clubmitglied Sabine Mutschke gaben sie spannende Einblicke in die Branche – „global“ für die Sächsische Brauwirtschaft und speziell aus der Sicht einer Brauerei. Dass die Corona-Krise durch die lange Schließzeit der Restaurants und das Wegfallen von Events einen tiefen Einschnitt verursacht hat, lag auf der Hand. Inzwischen ist die Branche auf einem guten Weg und wird das Jahr mit einem leichten Absatzplus abschließen. Doch sind die steigenden Energiekosten, aber auch die Personalsorgen vieler Gastronomen (die zu mehr Schließtagen führen) neue Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Nachwuchssorgen bei den Brauern und Mälzern hat die Bierbranche in Sachsen jedoch nicht – die Dresdner Brauerschule hat volle Klassen und im Vergleich zu anderen Branchen die niedrigste Abbruchquote. Und immer mehr Frauen interessieren sich für die Braukunst und die Qualifizierung zum Biersommelier, die deutschlandweit großen Zulauf findet.
Der Radeberger Spezialausschank lieferte den gemütlichen Rahmen für diesen informativen wie launigen Clubabend und servierte neben den passenden Speisen auch das Radeberger Zwickel vom Fass, das nur dort und im Brauerei-Ausschank in Radeberg selbst erhältlich ist. Auch lange nach dem Ende der offiziellen Moderation vertieften viele Clubmitglieder das Gespräch und genossen die Gastfreundschaft der Radeberger Exportbierbrauerei, das den Gerstensaft auch an diesem Abend spendiert hatte.
Dafür und für die Unterstützung beim Vorbereiten des Clubabends einen herzlichen Dank!
Presseclub besucht das Bildungszentrum des Handwerks
Mit dem Fahrrad und im Laufschritt ging es im Werbefilm durch das Bildungszentrum der Handwerkskammer Dresden. Ganz so schnell waren wir nicht, als uns zwei Mitarbeiterinnen durch die Räumlichkeiten führten. Sie zeigten dabei beispielsweise Möglichkeiten, verschiedene Schweißverfahren zu erlernen, sowie das Energie-Effizienz-Zentrum und das Kompetenzzentrum Robotik.
Mitarbeiterin Careen Mews demonstrierte Vorrichtungen, die Handwerker unterstützt, wenn sie große Lasten heben oder überkopf arbeiten müssen. Das Bildungszentrum bietet Meisterausbildung in 24 Gewerken an – vom Dachdeckerhandwerk bis zum Zimmererhandwerk. Es gibt 176 Plätze in den Werkstätten und 100 in Seminarräumen. Zum Komplex gehört ein Wohnheim mit 160 Plätzen.
Der Presseclub war zu Gast bei der MESSE DRESDEN und speziell im „Eselstall“
Über die vielen Jahre gesehen ist der Presseclub recht regelmäßig bei der MESSE DRESDEN zu Gast – ob in der BÖRSE, zum Sanierungsbeginn im Erlweinturm (im Volksmund früher „Schweindom“ genannt) oder in der Messehalle 1, um mit Geschäftsführer Ulrich Finger ins Gespräch zu kommen.
Im Eselstall waren die Mitglieder am 17. Oktober 22 zum ersten Mal und haben eine Location entdeckt, die die MESSE erst seit kurzer Zeit verstärkt anbietet.
Vor rund einem Monat fand unsere 25. Erich-Kästner-Preisverleihung statt. Teresa Enke wurde für ihr Engagement als Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung ausgezeichnet (mehr dazu lesen Sie hier).
Der 25. Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden wurde an Teresa Enke verliehen. Sie ist die Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung und die Witwe des Nationaltorwarts Robert Enke, der schwer an Depression erkrankte und sich 2009 das Leben nahm.
Preisträgerin Teresa Enke mit der Skulptur des Dresdner Bildhauers Vinzenz Wanitschke.
Damit ehrt der Presseclub die Verdienste von Teresa Enke, über Depression als Krankheit aufzuklären und sie aus der Tabuzone zu holen. Die Laudatio sprach Ralf Minge, früherer Fußballspieler und –trainer unter anderem beim FC Dynamo Dresden und heute Sportdirektor des Halleschen FC.
Prof. Thomas Kübler, Direktor des Stadtarchivs Dresden, führte unsere Clubmitglieder am 19. September durch die Sonderausstellung in seinem Haus. Die Schau zeigt bis zum 4. November Erinnerungen an die Flutkatastrophe im August 2002. 9,40 Meter betrug damals der Höchststand des Wassers in der Stadt. Ein Wert, den Dresden zuvor noch nie gesehen hat.